Bei den Ußßen scheitert die Olsenbande an der Gefeller Stadtkasse Drucken E-Mail
Geschrieben von: OTZ / Peter Cissek   

Wo viel Geld zu sein scheint, dort schlägt auch die aus der dänischen Filmkomödie bekannte Olsenbande zu. So auch in Gefell.

„Da so manche Aufführung aus Platzgründen im Rathaussaal nicht möglich ist, schlug unser Mitglied Mathias Jahreis aus Spielmes vor einigen Jahren vor, Kurzfilme zu drehen und aufzuführen. So haben wir auch zum diesjährigen Galaabend des Ußßenhausener Karneval drei Filme aufgeführt“, sagte der ­Programmverantwortliche des Gefeller Faschingsclubs, Fabian Börner.

Dazu gehörte auch die Faschingskomödie, bei der die Olsenbande in der OTZ las, dass die fränkische Gemeinde Töpen ihrer Nachbarstadt Gefell eine Million Euro gespendet habe, damit sich diese auch in Zukunft einen hauptamtlichen Bürgermeister leisten kann. Doch beim Öffnen der Stadtkasse lachte das Ganoventrio Egon, Benny und Kjeld lediglich ein Zettel mit der Aufschrift „Hunger“ an. Der Alarm löste unter anderem die aus dem Feuerwehrgerätehaus eilende Bürgerwehr Gefell aus, ebenso die Marine Dobareuth und die Air Force Ußßenhausen. Es war ein herrlicher Spaß für das Publikum im Saal, denn im Kurzfilm spielten zahlreiche Gefeller mit. Auch der Faschingsclub-Präsident Mirko Groschupf zeigte sich von den drei Kurzkomödien auf der Leinwand sehr begeistert.

Am Abend nach dem Weiberfasching luden die Ußßenhausener Narren zum zweiten Galaabend ihrer 45. Saison in den Rathaussaal ein. Aus der Bühne wurde ein riesiges Spielkasino. Denn das diesjährige Motto laute „Zum 45. wollen die Ußßen den Fasching rocken, drum gehen sie nach Las Vegas zocken“. Die Bezeichnung „Ußßen“ geht auf einen sprachbehinderten Sohn einer Totengräberin in ­Gefell zurück, der lediglich die Silbe „Ußß“ ausgestoßen habe, wenn er nach seinem Wohnort gefragt wurde, erklärte Präsident Mirko Groschupf.

Doch in Stottern oder Stocken geriet beim gut zweistündigen Galaabend-Programm am Samstagabend nichts. Ob die Showtänze der kleinen, mittleren und der großen Garde oder die akrobatischen Einlagen des Männerballetts, in dem auch Präsident Groschupf mittanzt: Alles lief wie am Schnürchen und war sehr unterhaltsam. Aber auch die Showacts Celine Dion, Siegfried ohne Roy oder Roy Orbison, der „Only the lonely“ sang, brachten Las-Vegas-Atmosphäre in den Saal, wie auch die Vorstellung der Automatenarten „Polska“, „Hellas“ und „Blonder Hans im Glück“.

Moderator Mark Militzer führte gekonnt durch das Programm und ließ als „Verlierer“ beim Striptease-Schnick-Schnack-Schuck-Spiel mit einer erstaunten Zuschauerin die ­Hosen runter.

Beim großen Finale eines gelungenen Galaabends in Ußßenhausen durften alle Beteiligten und Gäste im Saal eine Faschingsversion des Toten-Hosen-Hits „An Tagen wie diesen“ Karaoke singen.

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